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Messages - Genisto

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Hallo,

es gibt Möglichkeiten das Model im Nachhinein bezüglich des system models zu ändern aber beide sind mit Arbeit verbunden.

Eine Möglichkeit wäre, die vorhandenen Materialien in den Prozessspezifikationen zu nutzen, um die Datensätze neu zu expandieren. Bei der neuen Auswahl müsste dann auf das richtige system model (z.B. consequential) geachtet werden.

Zusätzlich könnte man die Datensätze aus der Datenbank per Drag&Drop auf den vorhandenen "alten" Datensatz ziehen und erneut das system model wählen.

Das gesamte Modell per Knopfdruck zu ändern geht nicht. Das hängt auch damit zusammen, dass das methodisch ggf. sehr fragwürdig ist.
Deswegen würde ich Ihnen empfehlen genau zu prüfen, ob es überhaupt Sinn macht das system model von cut-off auf consequential bei gleichbleibendem Modell zu ändern. Da sich die Fragestellung an das Gesamtmodell aber auch der Aufbau der Datensätze je nach system model unterscheiden, bedarf das zumeist auch einer dahingehend konsistenten Modellierung.





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Bezüglich der EoL Phase von Li-ion Batterien gibt es in ecoinvent lediglich die beiden von Ihnen bereits genannten Datensätze. Wenn Sie hier das Recycling genauer betrachten möchten, dann müssten Sie die Prozesse beim Recycling über eine Literaturrecherche identifizieren und selber in Umberto abbilden.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin nach „ähnlichen“ Recyclingprozessen von z.B. anderen elektronischen Komponenten zu suchen und diese ggf. so anzupassen, dass diese das Recycling der Batterie abbilden. Auch hier sollte eine Literaturrecherche genutzt werden, um den Prozess möglichst gut abzubilden und sicherzustellen, dass dieses Vorgehen ausreichend genaue Ergebnisse liefert.

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Ausführlichere Informationen zu den ecoinvent Datensätzen können Sie über die Dokumentation auf der ecoinvent Website erhalten.

Genauere Informationen für Li-Io Batterien finden Sie z.B. unter: https://db.ecoinvent.org/reports/18_II_Electronics_modules.pdf?area=463ee7e58cbf8

Auch die Datensätze zum Strommix werden auf diese Art genau von ecoinvent dokumentiert. So finden sich unter
https://v33.ecoquery.ecoinvent.org/File/File?fileName=ecoinvent+3+report_selected+chapters_Energy.zip&hash=137562852&type=Reports
vier Dokumente, die u.U. das Bezugsjahr sowie die „Stromzusammensetzung“ beschreiben.

Sie können in Umberto die Datensätze als „Unit“ Datensatz in Ihr Modell ziehen und die genaue Zusammensetzung der jeweiligen ecoinvent Activity (Prozess) betrachten sowie die Vorketten der Activitiy über die „Expand“ Funktion in Umberto in dem Modell öffnen. Über einen Unit-Datensatz zum Strommix können Sie dann auch die unterschiedlichen Anteile der Stromerzeugung über die Koeffizienten festlegen, z.B. 100% erneuerbare Energien.

Die in Ihrem Modell verwendeten Result-Prozesse beinhalten die gesamte Vorkette mit den Elemtarflüssen in aggregierter Form, so dass es nicht mehr möglich ist, die genaue Zusammensetzung des jeweiligen ecoinvent Prozesses auf Zwischenprodukt-Ebene zu betrachten.

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General / Re: credit for "cleaner" electricity
« on: August 15, 2016, 14:12 »
Dear Phil,

In order to include the credit for the amount of FC electricity, that is exported to the grid, into your model you only need to insert the production of ENTSO-Electricity mix with a negative coefficient into your Umberto model/process specification.

Imagining you only have one process for the FC specification you add the pre-chain or a dataset for the production of the ENTSO-E electricity mix but instead of using a positive input coefficient (e.g. 1000 kWh) you use a negative coefficient (e.g. -1000 kWh). This will bring a credit for the “saved” amount of 1000 kWh ENTSO-E electricity mix and corresponds to “the emission per kWh electricity using ENTSO-E electricity mix” times “the electricity exported by the SFH”

Please keep in mind that you may have to adjust the coefficient in order to correctly implement it into your model depending on the actual specification you have chosen. Also pay attention to the right allocation when having multiple products. Finally, you need to be clear in your communication about the overall impact of the FC and the credit you take for the exported electricity.

Best regards

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Hallo Miriam,

das ist tatsächlich ein sehr interessantes Thema!

Ich habe mir die Datensätze von Ecoinvent und auch GaBi bezüglich des GWPs genauer angeschaut und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass der Größte Anteil der Emissionen aufgrund des Energieverbrauchs bei der Produktion der ICs auftritt. Bei ei3.1 machen die schon einen Anteil von über 600 kgCO2 äq aus.

Die Analyse der unterschiedlichen Datensätze hat zudem folgenden Ergebnissen geliefert.

1kg IC nach ei2.2 hat ungefähr einen GWP von 1000 kgCO2 äq.
1kg IC nach ei3.1 hat wie bei dir einen GWP von ca. 775 kgCO2 äq. ergeben.
Desweiteren habe ich mir drei unterschiedliche GaBi Datensätze zu den ICs angeschaut. Dort variieren die Emissionen sehr stark je nach Typ des ICs. Die von mir gewählten IC hatten Emissionen zwischen 230 und 3400 kgCO2 äq.

Ich hoffe das hilft dir schon ein wenig weiter.

Gerne kontaktiere ich dich später auch nochmal direkt, um ausführlicher über deine Fragestellung zu sprechen.

Schöne Grüße
Andreas

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